Avocados sind als gesundes Super-Food beliebter denn je. Beim Anbau sind die grünen Früchte allerdings anspruchsvoll. Die Bäume, die nur in heißen Klimazonen wachsen, brauchen sehr viel Wasser – das ist aber gerade in warmen Regionen oft schwer zu bekommen. Diese Plantage in Australien ist seit 660 Tagen komplett netzunabhängig. 

100 Prozent Autarkie vom Stromnetz

Simon Schandert, Marcus Kruckow, Daniel Hannemann und Torsten Ketelsen bei der smarter E Award 2018-Preisverleihung.

Simon Schandert, Marcus Kruckow, Daniel Hannemann und Torsten Ketelsen bei der Preisverleihung zum smarter E Award.

Südwestlich von Perth steht eine Avocadofarm, die trotz der australischen Sonne eine ausreichende Bewässerung für die Bäume bereitstellt – betrieben komplett mit Sonnenenergie.

Nun hat das Projekt auf der Intersolar in München den smarter E-Award in der Kategorie „Outstanding projects“ gewonnen. Ausgezeichnet wurden der australische Projektierer Unlimited Energy Australia und der Batteriehersteller Tesvolt aus Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt, der schon seit Jahren eng mit SMA kooperiert.

Seit fast zwei Jahren versorgt sich die Anlage dank einer Solaranlage, großen Wasserspeichern, einem Batterie- und einem Salzwasserspeicher komplett autark. „Wenn morgen das Stromnetz zusammenbrechen sollte, können wir hier immer noch Avocados produzieren“, erzählt George Zombori, der CEO von Unlimited Energy.

Der Solarstrom wird u.a. in diesen 160 kWh Salzwasserspeicher gespeist.

Der Solarstrom wird u.a. in diesen 160 kWh Salzwasserspeicher gespeist.

Der Strom aus der 53 Kilowatt (kW) Photovoltaikanlage wird in einen 160 kWh Salzwasserspeicher und einen 48 kWh-Lithium-Ionen-Speicher gespeist. So ist es möglich, die gesamte Anlage mit einem Jahresertrag von 90 Tonnen Avocados im Offgrid-Modus zu betreiben – trotz anspruchsvoller Wetterbedingungen und durstigen Bäumen.

Das Wasser, das die Pflanzen benötigen, wird über den regenreichen Winter in unterirdischen Tanks gespeichert und im Sommer nach oben gepumpt, um die Avocadobäume zu bewässern. Dreh- und Angelpunkt der Anlage sind 3 SMA Sunny Tripower Wechselrichter mit jeweils 15 Kilowatt und neun SMA Sunny Island-Batterie-Wechselrichter, davon sechs für die Salzwasser- und drei für den Batteriespeicher.

Kompromisslos nachhaltiger Anbau

George Zombori, CEO von Unlimited Energy

George Zombori, CEO von Unlimited Energy

Während der Salzwasserspeicher die Grundlast absichert, ist der Tesvolt-Batteriespeicher für die Lastspitzen zuständig, die vor allem auftreten, wenn die Hydraulik-Wasserpumpen anspringen. „Vor allem eine schnelle Be- und Entladegeschwindigkeit des Speichers war uns wichtig, damit die Wasserpumpen schnell anspringen können“, so George Zombori.

Tesvolt verbaut in seinen Batterien prismatische Hochenergie- und Hochleistungszellen auf Lithium-Basis. Eine schnelle Entladung mit kurzzeitig bis zu 4C ist möglich, was den Speicher besonders geeignet für Gewerbebetriebe macht.

„Die Menschen wollen nachhaltige und ökologisch angebaute Lebensmittel. Die Avocado-Farm führt den Beweis an, dass eine klimaneutrale Produktion selbst im Outback möglich ist“, so Daniel Hannemann, kaufmännischer Geschäftsführer von Tesvolt. „Es erfüllt uns mit Stolz, ein Teil dieses Projektes sein zu dürfen und dass unsere Technologie einen wesentlichen Beitrag liefert.“

Weitere Infos findet ihr in diesem Video:

Mit Sunny Portal verfügt SMA über die weltweit größte PV-Monitoring-Plattform. Nun untersuchen SMA und die SolarCoin Foundation gemeinsam die Möglichkeiten, den Besitzern und Betreibern von tausenden im Sunny Portal registrierten PV-Anlagen einen direkten Zugang zur Kryptowährung SolarCoin zu ermöglichen. Darüber haben wir mit Nick Gogerty, Mitbegründer von SolarCoin, und Raimund Thiel, Senior System Development Engineer bei SMA, gesprochen.

Nick, was genau ist SolarCoin?

Nick Gogerty, Mitbegründer von SolarCoin

Nick Gogerty: SolarCoin ist die erste energiegesicherte alternative Währung. Sie basiert auf der Blockchain-Technologie und wird als zusätzliche Belohnung an Erzeuger von Solarenergie ausgegeben. Dabei erhalten die Energie-Produzenten 1 SLR (SolarCoin) pro nachweislich produzierter MWh Solarenergie, jede in Umlauf befindliche SolarCoin repräsentiert also 1 MWh saubere Energie.

Was hat dich auf die Idee zur Gründung von SolarCoin gebracht und was sind deine Ziele?

Nick Gogerty: Ich habe eine Theorie zum Wert von Währungen aufgestellt und dabei festgestellt, dass die Währung ein positiver externer Wirtschaftsfaktor ist. Daraus entstand die Idee, eine alternative digitale Währung zu kreieren, die an die Produktion von Solarenergie gebunden ist, da diese leicht quantifizierbar ist. SolarCoin ist ein offenes Gemeinschaftsprojekt, das von Freiwilligen getragen wird, die in der SolarCoin Foundation zusammenarbeiten. Unsere Mission ist es, SolarCoin als einen Zusatzanreiz für die Produzenten von Solarenergie zu etablieren und dadurch die globale Energiewende zu beschleunigen.

Was bringt SolarCoin den Nutzern?

Nick Gogerty: Viele Länder haben die Einspeisevergütungen für Solarstrom bereits gekürzt. Vor diesem Hintergrund ist SolarCoin eine Alternative, um die Produktion von sauberer Solarenergie zu belohnen. SolarCoins können gegen Produkte oder Dienstleistungen, Bitcoins, Euro oder Dollar eingetauscht werden.

Raimund Thiel, Senior System Development Engineer bei SMA

Raimund Thiel: Und je mehr Nutzer der SolarCoin-Community beitreten und damit das Netzwerk erweitern, desto höher steigt der Kurs von SolarCoin und desto wertvoller wird die Kryptowährung für alle Solarenergieproduzenten, die sie nutzen.

Wie wird dieser Wert generiert?

Nick Gogerty: SolarCoin wird seit drei Jahren rund um die Uhr auf verschiedenen Plattformen gehandelt. Dabei bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Bezüglich des Werts von SolarCoin haben wir Untersuchungen zu Währungen angestellt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass jeder Knotenpunkt / Nutzer einer Währung einen Wert von 750 bis 4.000 US-Dollar ausmacht.

Zur Generierung von Bitcoins wird eine Menge Energie benötigt. Ist dies nicht auch ein großes Problem bei der Erzeugung von SolarCoins?

Nick Gogerty: Die SolarCoin-Blockchain nutzt einen anderen Algorithmus, der  ungefähr 10.000 Mal effizienter ist als derjenige von Bitcoin. Mit 30 bis 50 Millionen Nutzern wird Bitcoin in diesem Jahr schätzungsweise Ressourcen wie Energie, Server usw. im Wert von drei bis fünf Milliarden US-Dollar verbrauchen. Bei einer ähnlich großen Anzahl von Nutzern läge der Ressourcenverbrauch von SolarCoin dagegen nur bei 500.000 US-Dollar im Jahr.

Warum ist die Partnerschaft mit SMA so wichtig für die weitere Entwicklung und Verbreitung von SolarCoin?

Nick Gogerty: SMA könnte erheblich zur weiteren Verbreitung von SolarCoin beitragen. Im Sunny Portal sind über 300.000 Photovoltaikanlagen registriert, die für SolarCoin unmittelbar erreichbar wären. Das entspricht ungefähr fünf Prozent der weltweiten Solarenergie-Produktion.

Raimund, warum ist SolarCoin so interessant für SMA?

Raimund Thiel: Als technologie-getriebenes Unternehmen ist SMA immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Geschäftsmodellen, die wir für unsere Kunden erschließen können. Im Bereich Corporate Technology haben wir schon früh begonnen, die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie zu untersuchen. Nachdem wir uns verschiedene Kryptowährungen angeschaut haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass SolarCoin eines der interessantesten Projekte in diesem Bereich ist. Die Idee, den Produzenten von Solarenergie einen zusätzlichen Anreiz auf Basis der Blockchain-Technologie zu geben, hat uns gleich begeistert. Warum sollten wir also nicht unseren Kunden durch einen einfachen Zugang zu SolarCoin eine Extra-Belohnung für ihre Energieproduktion ermöglichen? Gleichzeitig erhöhen wir damit auch die Attraktivität unseres Sunny Portal.

Falls der Zugang zu SolarCoin tatsächlich in Sunny Portal implementiert wird, wie wird dies funktionieren? Was müssen die Nutzer tun, um von SolarCoin zu profitieren?

Raimund Thiel: Für in Sunny Portal registrierte Anlagen wird es sehr einfach sein, SolarCoins zu erhalten. Nach der Eingabe der Anlagendaten müssen die Betreiber der PV-Anlagen nur das SolarCoin-Feature aktivieren, indem sie ihre öffentliche Wallet-ID eingeben und ein Häkchen setzen, der Rest geschieht dann automatisch. Nach kurzer Zeit wird dann die Summe der bisher verdienten SolarCoins in einer Kachel der Anlagenübersicht angezeigt. Wir haben das gerade schon in einer unserer Beispielanlagen im Sunny Portal integriert. In einem zweiten Schritt werden wir dann möglicherweise soweit gehen, dass die Nutzer keine eigenen Wallets mehr erstellen müssen, sondern dass diese direkt im Sunny Portal  verwaltet werden.

Was wird als nächstes passieren?

Nick Gogerty: Die globale SolarCoin-Community wächst sehr schnell. Unser Ziel ist es, innerhalb der kommenden zwölf Monate für zehn Prozent der weltweiten Solarenergieerzeugung einen einfachen Zugang zu SolarCoin zu schaffen. In den nächsten 24 bis 36 Monaten sollen es 25 Prozent werden. Es gibt ständig neue Entwicklungen im Zusammenhang mit SolarCoin, daher lohnt es sich, unsere Website zu besuchen.

Raimund Thiel: Bei SMA haben wir bereits einige Ideen, wie wir das Projekt weiterverfolgen können, beispielsweise indem wir mit SolarCoins bezahlbare Dienste anbieten oder weitere Möglichkeiten zur Nutzung von SolarCoins erschließen. Allerdings wird die konkrete Ausarbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen. Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt, was sich im Rahmen dieses aufregenden Projekts noch weiter ergeben wird.

Nick und Raimund werden beim Barcamp Renewables 2018, das vom 18. Bis 19. Oktober in Kassel stattfindet, eine Session zu SolarCoin anbieten.

Mehr Infos unter: Solarcoin.org

A new paper by researchers from a number of institutions, but including the Stockholm Resilience Centre and the Potsdam Institute for Climate Impact Research, has made headlines in many on-line and print media outlets in recent days.

The paper warns of the possibility of a ‘hothouse earth’ condition, which arises due to current warming forcing the existing Glacial-Inter-glacial Cycle to flip to a new cycle characterized by much warmer temperatures. In the opinion of the authors, the flip could occur because of known but uncertain feedback effects in the climate cycle, such as permafrost thawing, rain-forest die-back and increased bacterial respiration in the ocean.

Hothouse Earth

hothouse_Earth

A similar story in The Atlantic notes that the hothouse conditions of the Eocene, which experienced average global temperatures 9-14°C higher than current conditions, were characterized by carbon dioxide (CO2) levels of at least 1000 ppm, a level that could conceivably be reached early next century if no mitigation actions are forthcoming. The author of The Atlantic article argues that if we do, in fact, push CO2 up to around 1,000 ppm by the end of the century, the warming will persist and the earth will continue to change for what, to humans, is a practical eternity. And when the earth system finally does arrive at its equilibrium, it will most likely be in a climate state with no analogue in our short evolutionary history.

Based on an analysis of the Eocene and other periods (A, Mid-Holocene; B, Eemian; C, Mid-Pliocene; and D, Mid-Miocene are shown in the illustration above), it would appear that high temperature outcomes are possible. It’s not unreasonable to explore such a proposition, although the media reporting of it had few caveats in terms of understanding this risk.

That risk can be visualized (chart below) by looking at work done in 2009 by the MIT Joint Program on the Science and Policy of Global Change which I discussed in a recent post. Their analysis demonstrated that even a modest attempt to mitigate emissions could profoundly affect the risk profile for equilibrium surface temperature. They looked at five mitigation scenarios, from a ‘no policy’ approach to a very stringent climate regime (Level 1, akin to a 2°C case). In the ‘no policy’ approach, mid-range warming by the end of the century is some 5°C compared to the late 20th century, but with a wide distribution, which means that there is a small probability of warming up to 8°C or more – an unacceptably high outcome even when accounting for the small probability that it might occur. In probability distribution terms, this is known as a ‘long tail’. It is shown in black on the right-hand side of the chart below and stretches out to 10°C, or Eocene levels of warming.

MIT Reducing Risk

But even modest mitigation efforts, while not shifting the mid-range sufficiently for an outcome close to 2°C, nevertheless radically change the shape of the distribution curve such that the spread narrows considerably, with the highest impact outcome dropping by some 3-4°C. As mitigation effort increases and the mid-range approaches 2°C, the distribution narrows further such that the highest possible outcome is limited to 3°C.

While low risk, high impact outcomes might seem overstated by some and certainly cause a few to retreat to a position of defense (e.g. climate skepticism), even a very small chance of a very large impact event is not something that can be ignored. Rather, that risk must be managed. As surface temperature rise is largely a function of cumulative carbon added to the atmosphere, then risk management should focus on the goal of net zero emissions, otherwise carbon dioxide levels in the atmosphere will continue to rise, even if emissions are much lower than today. In that case the risk persists.

The level of mitigation, as shown in the chart above, is then largely a function of when net-zero emissions is reached. Level 1 could be associated with net-zero emissions in 2070, which is achieved in the Shell Sky Scenario, released earlier this year. Level 4 might see net-zero emissions reached in the first half of the 22nd century.

A question to consider when reading the Hothouse Earth paper, is whether we are now beyond the ‘no policy’ outcome, which means that the long tail risk associated with a no mitigation scenario has been managed to some extent at least. With energy technology development proceeding at the pace it is, in combination with the Paris Agreement’s nationally determined contributions and emission targets, policies and goals implemented sporadically by cities, states, countries and regions, there is reason to consider that a path towards net-zero emissions is now unfolding, albeit gradually (see below, the UNFCCC analysis of INDCs, published in May 2016). That pathway is still far from one which equates to well below 2°C, but it could be one that mitigates the long tail impact.

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The authors of the Hothouse Earth paper argue for rapid and significant mitigation action, in combination with other measures to improve the stewardship of the entire Earth System. While that call should not be ignored, it is also important not to lambaste early but incomplete progress; it represents an important starting point for the eventual destination. It also helps mitigate long term risk, a critical requirement that is often overlooked in the search for the perfect solution.

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Here are our new webinar videos. Enjoy!


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[Webinar] Commercial Off-grid Solutions – Part 1

1.2 billion people around the world have no access to grid power. The demand for commercial off-grid solar system with storage is on the rise. In this video, you’ll learn Schneider Electric’s offerings for commercial off-grid applications including ConextTM XW+ and ConextTM SW inverters, ConextTM MPPT 80 600 and ConextTM MPPT 60 150 charge controllers, along with the monitoring solutions such as ConextTM ComBox and ConextTM Insight.


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[Webinar] Commercial Off-grid Solutions – Part 2

In this video, you’ll learn the eight steps to design an off-grid solar system.

  • Step 1: determine load profile
  • Step 2: site optimization and control
  • Step 3: assess installation
  • Step 4: size the inverters
  • Step 5: size the solar array
  • Step 6: size the battery bank
  • Step 7: size back-up power sources
  • Step 8: validate and finalize design

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[Webinar] Commercial Off-grid Solutions – Part 3

In the last section, we’re looking at commercial off-grid case studies from all over the world. You’ll see how these systems are used, where they’re used and what are up and running. The installations shown in this video include community electrification, schools / clinics, ATMs / gas stations, and telecom towers.

To learn more about the case studies, please visit the following links:


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