Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verpflichtet Anlagenbetreiber in Deutschland zur stufenweisen Installation intelligenter Strommesssysteme. Klingt nach Innovation?

Wir haben uns die neuen Vorgaben für euch im Rahmen der Blogparade #disruptenergy kritisch angeschaut. Was ist zum Beispiel, wenn ihr längst intelligente Energiemanager in eurem Haushalt installiert habt? 

Bereits am 23. Juni 2016 wurde von der breiten Öffentlichkeit relativ unbemerkt das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet – mitten im Sommerloch und während vermutlich ein Großteil Deutschlands die UEFA Fußball-Europameisterschaft in Frankreich verfolgte. Das, was dort vermeintlich positiv nach Innovation und Vorreiterrolle Deutschlands bei der Energiewende klingt, kann man aber auch ganz anders deuten. Zumindest dann, wenn man Solaranlagenbetreiber ist.

Auswirkungen auf  Solaranlagenbetreiber

Per Gesetz sind nämlich seit Anfang des Jahres 2017 alle Solaranlagenbetreiber mit einer Anlagengröße ab sieben Kilowatt zur Nachrüstung mit den Smart-Metern verpflichtet. Das sind derzeit rund eine Million Anlagenbetreiber in Deutschland. Da aber so vieles am Digitalisierungsgesetz (Sprachgebrauch für „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“)noch unklar ist, haben wir es für euch genauer unter die Lupe genommen.

1. Wann muss ich intelligente Stromzähler einbauen?

Der Einbau der intelligenten Stromzähler erfolgt schrittweise und bereits ab 2017. Kunden mit hohem Stromverbrauch und Betreiber mittlerer bis größerer Erzeugungsanlagen müssen die Zähler früher einbauen lassen, kleinere Stromverbraucher folgen später. Die Umrüstung übernehmen die Messstellenbetreiber proaktiv. Ablehnen kann man die Umrüstung nicht. Der für die Umrüstung angelegte Zeitraum beträgt je nach Jahresverbrauch 8 bis 16 Jahre (für Letztverbraucher mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 100.000 kWh).

  • Ab 2017: Betreiber mit einer Anlagengröße von mindestens 7 Kilowatt (kW).
  • Ab 2017: Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von mindestens 10.000 Kilowattstunden (kWh).
  • Ab 2020: Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von mindestens 6.000 kWh und danach optional auch Verbraucher mit niedrigerem jährlichem Stromverbrauch.

2. Welche Geräte sind nötig und wer trägt die Kosten?

Die Umrüstung im Sinne des Digitalisierungsgesetzes erfordert zwei zusätzliche Geräte im Haushalt: Die Stromzähler und ein Smart-Meter-Gateway. Die Kosten für den Einbau und Betrieb dieser Infrastruktur müssen Anlagenbetreiber und Stromkunden selbst zahlen.

Für die intelligenten Stromzähler gelten dabei gesetzliche Preisobergrenzen, die nach erzeugter Energiemenge und Jahresverbrauch gestaffelt sind:

  • 000-100.000 kWh/a: 200 €
  • 000-50.000 kWh/a: 170 €
  • 000-20.000 kWh/a: 130 €
  • 000-10.000 kWh/a: 100 €
  • 000-6.000 kWh/a: 60 €
  • 000-4.000 kWh/a: 40 €
  • 000-3.000 kWh/a: 30 €
  • <2.000 kWh/a: 23 €

Anders sieht es hingegen bei der Steuerung der Energieflüsse und die verschlüsselte Datenübermittlung aus. Das übernimmt ein Smart-Meter-Gateway (SMGW). Hier gibt es noch keine Preisobergrenzen. Die Geräte sollen nach Vorstellung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eine sichere Kommunikationsinfrastruktur aufbauen und dafür sorgen, dass die Netze besser ausgesteuert werden können. Welche Hersteller-Geräte dabei zum Einsatz kommen, ist jedoch nicht abschließend geklärt – die Zertifizierungsphase läuft nämlich immer noch!

 

3. Was passiert mit meinen Daten?

Die intelligenten Stromzähler erfassen Verbrauchsmengen und Verbrauchszeiten und übermitteln sie direkt an den Messstellenbetreiber. Einen jährlichen Ablesetermin braucht es dann nicht mehr. Die Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber sammeln die Energiedaten an zentraler Stelle. Das ist einerseits nötig, um die Auslastung und Kapazität der Netze entsprechend zu koordinieren. Befürchten lässt sich allerdings andererseits eine Monopolisierung (Marktsituation mit nur einem Anbieter für ein ökonomisches Gut), mindestens aber eine Oligopolisierung (Marktsituation mit viele Nachfragern und nur wenigen Anbietern). unter dem Deckmantel der Sicherheit.

Neben der Datenerfassung und Übermittlung durch den Smart-Meter-Gateway soll der Stromverbraucher per Datenvisualisierung Energie effizienter nutzen. Solaranlagenbetreiber, die ihre Anlage in Sunny Portal oder Sunny Places bereits registriert haben, tun dies ohnehin schon. Über das Monitoring ihrer Anlage haben sie ihre persönliche Energieerzeugung und den -Verbrauch jederzeit im Blick, identifizieren Stromfresser und nutzen Energie im Haushalt effizienter. Wenn diese Solaranlagenbetreiber nun durch das Gesetz gezwungen werden, die Zähler auszutauschen, ist das ein Schlag ins Gesicht all jener Pioniere, die unter Umständen schon vor Jahren mutig und überzeugt ihre persönliche Energiewende eingeläutet haben und die dafür weder Kosten noch Mühe gescheut haben. Ihnen entstehen nun durch den zwanghaften Einbau der intelligenten Stromzähler Zusatzkosten und -aufwände. Ein Zusatznutzen hingegen ist nicht erkennbar. Und das Gesetz regelt diesen Mehraufwand nicht.

Davon sind längst nicht nur Solaranlagenbetreiber betroffen, sondern alle Haushalte, die elektrische Geräte intelligent steuern. Wer beispielsweise sein Elektroauto per App über das Smartphone laden will, bekommt den Befehl zum Start des Ladevorgangs in der strengsten Ausgestaltung des Gesetzes berechnet. Oder wer die Heizung schon mal per Smartphone anlaufen lässt, bevor er heimkommt, zahlt dafür. Wer bei Abwesenheit die Rollläden oder das Licht steuert, um Diebe anzuhalten, zahlt dafür. Denn all diese Steuerbefehle laufen dann über das SMGW und gelten als Zusatzdienstleistung. Das ist aus Verbrauchersicht absolut inakzeptabel!

4. Ist das Digitalisierungsgesetz das Aus für die Blockchain?

Das Gesetz schreibt eine in wesentlichen Teilen zentralisierte, sternförmige Dateninfrastruktur vor. Diese kollidiert mit dem Ansatz dezentraler Architekturen wie der Blockchain und der Peer-to-peer-Kommunikationstechnologie. Die vorgesehenen Geräte erfüllen die technischen Anforderungen für eine gut funktionierende Machine-to-Machine-Kommunikation nicht, weil sie beim Design der SMGWs nicht berücksichtigt wurden. Der zwanghafte Einbau der intelligenten Stromzähler Innovationen bremst Innovationen aus und behindert eine offene Machine-to-Machine-Kommunikation massiv.

Bezüglich zahlreicher Fragen hinsichtlich der technischen Umsetzung bleibt das Gesetz viel zu vage und lässt großen Interpretationsspielraum.

5. Warum ist das Gesetz eine politische Rolle rückwärts?

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in seiner derzeitigen Form verbaut in Deutschland den Weg zu Zukunftstechnologien. Vom innovativen Vorreiter würde Deutschland damit gegenüber Ländern mit dezentralen Datenstrukturen schnell ins Hintertreffen geraten.  Hier muss der Gesetzgeber auf jeden Fall schnellstmöglich nachsteuern und dringend klare Regeln schaffen. Sonst sind die Fortschritte der Energiewende und die innovativen Architekturen der letzten Jahre dahin.

 

Fazit

Das Digitalisierungsgesetz in seiner bisherigen Fassung ist alles andere als ausgereift. Es ist für Anlagenbetreiber und Stromkunden bisher nicht ersichtlich, an wen sie sich bei Fragen wenden können und was mit bereits installierten Geräten zur Messung und Steuerung ihrer Energiedaten passiert. Ihnen entstehen zusätzliche hohe Kosten für den Betrieb der Geräte. Hier muss der Gesetzgeber dringend und zwingend nachbessern. Denn: Ein dezentrales regeneratives Erzeugungsnetz braucht eine dezentrale und möglichst freie Datennetzarchitektur für Monitoring, Steuerung und Handel. Statt einer festgelegten Architektur sollte der Gesetzgeber vielmehr verbindliche und moderne Sicherheits-Mindeststandards festschreiben und damit eine sichere Liberalisierung unter kontrollierten und offenen Standards ermöglichen. Jetzt!

 

Das Gesetz zur Digitalisierung zur Energiewende findet ihr hier.

Ihr habt bereits umgerüstet? Dann teilt uns eure Erfahrungen gerne über die Kommentarfunktion mit.

kv-disruptionenenergiewirtschaft-disruptenergyDieser Artikel ist Teil der Blogparade „Disruptionen in der Energiewirtschaft“

Digitalisierung, Dezentralität und Dekarbonisierung – das sind die Schlagworte der Energiewirtschaft. Entsprechend konsequent lautete das Credo der E-world 2018 „Smart City – intelligente Lösungen für die Stadt von morgen“. Damit setzte die Leitmesse der Energiewirtschaft zum ersten Mal einen Themenschwerpunkt. Mit dem neuen Start-up coneva und ennexOS stellt SMA heute schon die Weichen Richtung Zukunft.

In den Hallen der E-world energy & water ist es deutlich zu spüren: Die Digitalisierung ist dabei, den gesamten Energiesektor auf den Kopf zu stellen. Neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle für Unternehmen wie auch Energiekonsumenten entstehen. Prosumer erzeugen ihren eigenen Strom dezentral und vermarkten ihn selbst. Sektorenkopplung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Gelingen der Energiewende. Die Digitalisierung ermöglicht schon heute, dass sich Strom, Wärme, Mobilität und Industrie zu einem effizienten Energiesystem vereinen.

Sektorenkopplung als Schlüssel zur Energiewende

Jetzt sind die Unternehmen, aber insbesondere auch die Politik gefragt, die richtigen Impulse zu setzen und die steigenden Anforderungen an die Systemtechnik zu erfüllen. Nötig sind Schnittstellen zwischen Strom, Gas und Wärme, um mehr Erneuerbare in Haushalten, Industrie und Mobilität nutzen zu können. Auf lokaler Ebene müssen die Erzeuger mit Speichersystemen und weiteren Sektoren, wie Heizung, Lüftungs-, Klimatechnik und E-Mobilität gekoppelt werden. Nur so können die öffentlichen Stromnetze entlastet und Kosten für teures Einspeisemanagement gespart werden.

Im Vorfeld der Messe  gab die Studie „Das gekoppelte Energiesystem“ von Fraunhofer IEE und E4Tech im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. hier ein wenig Nachhilfe. Sie zeigt, wie die Modernisierung der Energiewirtschaft gelingen kann.

Gemeinsam im Einsatz in Sachen Energie. Die Kollegen von coneva und SMA: Frank Reichenbach, Frank Blessing, Andreas Strusch, Maik Brüschke und Jürgen Reinert ( v.l.n.r.).

Gemeinsam im Einsatz in Sachen Energie. Die Kollegen von coneva und SMA: Frank Reichenbach, Frank Blessing, Andreas Strusch, Maik Brüschke und Jürgen Reinert ( v.l.n.r.).

Während die politischen Entscheider noch an den Hausaufgaben sitzen und die richtigen und wichtigen Weichen zur Modernisierung der Energiewirtschaft stellen müssen, präsentieren die Unternehmen schon vielversprechende Ansätze und technologische Lösungen, um den Energiesektor auf das nächste Level zu heben.

Für SMA reisten erstmals die Kollegen der frisch gegründeten SMA Tochtergesellschaft coneva mit nach Essen und stellten genau diese Lösungen zur digitalen Energiewende vor. Sie verhelfen kommunalen Energieversorgern und gewerblichen Betrieben dazu, Energie so effizient und einfach wie möglich zu erzeugen und zu nutzen.

Rundum-Blick auf Erzeuger und Verbraucher

„Wir haben den ersten öffentlichen Auftritt der coneva als Chance genutzt, um uns mit den Entscheidern der Branche zu vernetzen“, resümiert Jochen Schneider, Geschäftsführer der coneva.

Jochen Schneider, coneva Geschäftsführer

Jochen Schneider, coneva Geschäftsführer

„Wir freuen uns über  vielversprechende Gespräche mit potentiellen Kunden und Partnern.  Besonders erfreut sind wir über die positive Reaktion der Stadtwerke auf unsere Angebote. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir zeitnah konkrete Pilotprojekte starten. Gleichzeitig haben wir viele neue Impulse bekommen. Gemeinsam mit den SMA Kollegen gilt es nun, diese auszuwerten und ennexOS entsprechend weiterzuentwickeln.“

Start-Up-Mitglied Frank Reichenbach erklärt auf der E-world, welches Geschäftsmodell hinter coneva steckt:

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Coneva: Connected Energy Value

Die coneva GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SMA Solar Technology AG, mit Sitz in München bietet seinen Kunden digitale Energielösungen. Kommunale Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften oder Telekommunikationsunternehmen etwa profitieren von White Label-Lösungen zum Energiemanagement und der Einbindung von Endkunden in den digitalen Energiemarkt.

Zudem bietet coneva auch Lösungen zu Energiemonitoring, -steuerung und -management für Gewerbekunden wie Supermarkt-, Hotel- oder Krankhausketten an, die für einen effizienten Energieeinsatz sorgen. So können Gewerbebetriebe, öffentliche Einrichtungen und Endkunden erheblich Energiekosten einsparen.

Sektorenübergreifendes Energiemanagement mit ennexOS

Mit der IoT-Plattform für Energiemanagement ennexOS verbindet SMA alle relevanten Erzeuger und Verbraucher, integriert dabei elektrische wie thermische Komponenten und macht die Energieversorgung so effizient und kostensparend. Mit passgenauen Lösungen aus Hardware, Software und Service-Leistungen bietet ennexOS umfangreiche und modulare Lösungen für die Vertriebsunterstützung, Planung, Simulation, Konfiguration und den Betrieb von dezentralen Energieversorgungssystemen.

ennexOS Energiemanagement

„Das große Interesse an ennexOS und dem Data Manager M auf der Messe bestärkt uns darin, auf dem richtigen Weg zu sein. Wir haben seit Anfang des Jahres unsere neue Plattform im Markt, die aus der Erfahrung mit vielen tausend Energiemanagemen-Systemen im Feld entwickelt wird “, so Maik Brüschke, Head of Product Group Solutions Residential und Commercial.

„Die ersten Pilotprojekte mit ennexOS laufen bereits, so dass wir heute schon funktionierende Lösungen zur  Sektorenkopplung zeigen können. Die vielen wertvollen Erkenntnisse, die wir daraus gewinnen, können wir direkt in neuen Funktionen realisieren und den Kundennutzen verifizieren. Wir arbeiten kontinuierlich daran, ennexOS so weiter zu entwickeln, dass es Kundenanforderungen über alle Energiesektoren hinweg erfüllt.“

Der Sonnenei-Geflügelhof setzt auf intelligentes Energiemanagement.

Der Sonnenei-Geflügelhof setzt auf intelligentes Energiemanagement.

Bio-Hof setzt auf digitales Energiemanagement

Auf dem Bio-Hof Sonnenei im waldhessischen Alheim-Heinebach ist ennexOS bereits im Einsatz. Auf mehrere Dächer des Mustergeflügelhofs verteilt befindet sich eine Solarleistung von 250 kWp.  Seinen Strombedarf von rund 280 MWh jährlich kann Inhaber Leonard Häde zu 45 Prozent mit Solarenergie decken.

Die detaillierte Erfassung und Auswertung der Energienutzung lohnt sich. Das Familienunternehmen konnte die Stromkosten bereits deutlich reduzieren, indem Häde die Fütterungszeiten in seinen Ställen inzwischen zeitlich kurz versetzt plant. Seit Januar nutzt er zusätzlich SMA Spot – das gemeinsam mit dem Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG entwickelte Angebot zur Direktvermarktung von Solarstrom.

Nicht nur in Essen ist die Energiewelt von morgen also heute schon greifbar. Wir sind bereits mittendrin im wichtigen und spannenden Umbruch der gesamten Energiewirtschaft.

Tschüß und bis zum nächsten Mal 😉

Tagesschau-Problem oder ganz schlicht ein drohendes Blackout des Stromnetzes durch zu viele zur gleichen Zeit ans Netz angeschlossene Elektrofahrzeuge: Eine Studie, die das Handelsblatt veröffentlicht hat, schürt Misstrauen vor einer zu schnellen Umstellung auf Elektromobilität. Die zu niedrige Netzkapazität ist aber kein Grund!

Was würde eigentlich im Stromnetz passieren, wenn alle Elektroautobesitzer pünktlich zur Tagesschau ihr E-Auto an die Ladesäule stellen und Strom zapfen? Eigentlich nichts – außer dass die Autos am nächsten Morgen wieder fahrbereit sind. Einzige Voraussetzung: Ein intelligentes Energiemanagement, das den Ladevorgang steuert.

Elekotromobilität als Motor der Energiewende

Die Elektromobilität wird der nächste wichtige Meilenstein der Energiewende, und wir werden innerhalb der nächsten drei Jahre einen rasanten Zuwachs an E-Autos auf unseren Straßen erleben. Dabei gilt: Durch flexibles Laden könnte ein teurer Ausbau der Niederspannungsnetze zumindest teilweise vermieden werden. Das gestalten wir bei SMA weiter mit.

Das Netz ist für einen bestimmten Leistungsbezug der Haushalte ausgelegt – für ein Einfamilienhaus sind dies je nach Netzbetreiber typischerweise zwischen 2-3 kW Leistung. Dies entspricht ungefähr dem Bedarf eines Wasserkochers; ein Herd hat allein schon ca. 7,5 kW Anschlussleistung. Die kalkulierte Anschlussleistung für das Kabel in einem Netz-Strang – das ist die Leitung über die verschiedene Häuser mit dem Ortsnetztrafo verbunden sind – sowie die kalkulierte Leistung am Trafo selbst reichen dennoch aus, weil nicht alle Geräte gleichzeitig angeschaltet sind.

Intelligentes Energiemanagement nötig

Kommen nun aber zusätzliche Verbraucher wie die E-Fahrzeuge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt und über einen längeren Zeitraum viel Energie benötigen, hinzu, kann es zu Überlastungen des Netzes kommen. Um das zu vermeiden, ist ein Verschieben von Energieleistung durch intelligentes Energiemanagement notwendig.

EEBUS ermöglicht Ausbau der E-Mobilität und vermeidet teuren Netzausbau

Dafür wiederum sind einheitliche Schnittstellen für alle an Stromerzeugung und –verbrauch beteiligten Geräte und Quellen erforderlich. Ermöglicht wird dies durch den herstellerunabhängigen EEBUS-Standard, ein einheitliches Wörterbuch für Geräte, an dessen Buchstaben sich alle Algorithmen orientieren. Die Vernetzung auf Basis von EEBUS ermöglicht einen schnellen Infrastrukturausbau in der Ladetechnik. Intelligentes Energiemanagement vermeidet Eingriffe in das Netz, teure Netzausbaumaßnahmen können eingespart werden

EEBUS Entwickler beim Plugfest E-Mobility in der gläsernen Manufaktur Dresden.

EEBUS Entwickler beim Plugfest E-Mobility in der gläsernen Manufaktur Dresden.

Seit 2015 leitet SMA die Arbeitsgruppe E-Mobility bei EEBUS e.V. und etabliert in Zusammenarbeit mit Fahrzeug- und Ladesäulenherstellern herstellerunabhängige und offene Schnittstellen für eine optimale Zusammenarbeit von Energiemanager, Ladesäulen und Elektrofahrzeugen. Verschiedene Funktionen, die ein sicheres Einbinden von Elektrofahrzeugen in die Stromnetze ermöglichen und damit die Netzstabilität gewährleisten, wurden bereits erarbeitet und erfolgreich getestet. Dazu gehört:

  • Effizienz-Steigerung – möglichst viel selbst erzeugter Strom wird für die E-Auto-Ladung eingesetzt.
  • Entlastung der öffentlichen Netze: Der Ladevorgang wird mit dem Netzbetreiber abgestimmt.
  • Überlastsicherung: Das E-Auto und seine Ladetechnik berücksichtigen stets das gesamte Haus. Schaltet sich etwa ein Durchlauferhitzer ein, wird der Ladestrom gedrosselt, um eine Überlastung zu verhindern.
Fazit

Also kein Blackout-Szenario durch Elektrofahrzeuge, sondern eine Chance für die Energiewende. Deshalb muss die Einführung des EEBus-Standards konsequent und schnell vorangetrieben und intelligentes, flexibles Energiemanagement allen Nutzern und Erzeugern von Energie ermöglicht werden.

Hintergrund:

Intelligentes Lastmanagement beim privaten Energieverbrauch
In Lösungen zum Energiemanagement von SMA sorgt der Sunny Home Manager dafür, dass die Energie im Haushalt so genutzt wird, dass Überlastungen des Netzes vermieden werden. Insbesondere wird der Ladevorgang eines Elektroautos so koordiniert, dass der Strom im Haus überwiegend von der Solarstromanlage auf dem Dach stammt. Technisch kann das Elektroauto so zum Beispiel auch als Zwischenspeicher für Solarstrom vom Hausdach und zum Ausgleich von Schwankungen im Stromnetz genutzt werden. Das schafft Mehrwert für die Nutzer, erhöht den Eigenverbrauch und senkt sowohl die Stromkosten als auch die Netzauslastung.
Strom, Wärme und Mobilität verbinden
Mit der neu entwickelten IoT Plattform für Energiemanagement ennexOS treiben wir bei SMA diese Sektorenkopplung, die Vernetzung von Energieerzeugern und -verbrauchern – insbesondere Strom, Wärme und Mobilität –  weiter voran. Der data manager M ist das erste Produkt basierend auf der Energiemanagement-Plattform ennexOS. Mit ihm steht die Energiemanagementlösung auch Gewerbekunden zur Verfügung.

(Update vom 9. Januar 2018) Viele Kunden fragen uns, ob ihr Wechselrichter Modbus unterstützt und wo genau sie das nachlesen können. Unser Produktmanagement hat eine ausführliche Liste zu diesem Thema erstellt. So findet ihr sie:

1. Geh auf die SMA Downloadseite zum Thema Modbus-Protokollschnittstelle

Lade dir dort die Modbus Spezifikation (ZIP File) runter.

Modbus_Interface1

Technical Information_Modbus2

Bitte beachte, dass du eventuell eine andere Versionsnummer siehst, sofern das Dokument in der Zwischenzeit bearbeitet wurde.

2. Öffne die entpackte ZIP Datei, dort findest du zwei Dateien.

SMA_Modbus-TB3

 

In der gerätespezifischen Liste (Excel) findest du unter dem Reiter „SMA Device Types“ eine Aufstellung aller Geräte, die Modbus unterstützen.

SMA Device Types
Sunny Boy                                                                                         ID
SB 5000SE-10 9225
SB 3600SE-10 9226
SB 3000TL-21 9074
SB 3600TL-21 9165
SB 4000TL-21 9075
SB 5000TL-21 9076
SB 2500TLST-21 9184
SB 3000TLST-21 9185
SB 3500TL-JP-22 9162
SB 4500TL-JP-22 9164
SB 3000TL-US-22 9198
SB 3800TL-US-22 9199
SB 4000TL-US-22 9200
SB 5000TL-US-22 9201
SB 6000TL-US-22 9274
SB 7000TL-US-22 9275
SB 7700TL-US-22 9293
SB1.5-1VL-40 9301
SB2.5-1VL-40 9302
SB3.0-1SP-US-40 9328
SB3.8-1SP-US-40 9329
SB5.0-1SP-US-40 9304
SB6.0-1SP-US-40 9305
SB7.0-1SP-US-40 9330
SB7.7-1SP-US-40 9306
SB3.0-1AV-40 9319
SB3.6-1AV-40 9320
SB4.0-1AV-40 9321
SB5.0-1AV-40 9322
Sunny Boy Storage
SBS2.5-1VL-40 9326
Sunny Tripower
STP 8000TL-10 9101
STP 10000TL-10 9067
STP 12000TL-10 9068
STP 15000TL-10 9069
STP 17000TL-10 9070
STP 15000TLEE-10 9182
STP 20000TLEE-10 9181
STP 10000TLEE-JP-10 9222
STP 12000TL-US-10 9194
STP 15000TL-US-10 9195
STP 20000TL-US-10 9196
STP 24000TL-US-10 9197
STP 30000TL-US-10 9310
STP 20000TLEE-JP-11 9271
STP 10000TLEE-JP-11 9272
STP 5000TL-20 9098
STP 6000TL-20 9099
STP 7000TL-20 9100
STP 8000TL-20 9103
STP 9000TL-20 9102
STP 10000TL-20 9281
STP 11000TL-20 9282
STP 12000TL-20 9283
STP 15000TL-30 9336
STP 20000TL-30 9284
STP 25000TL-30 9285
STP 25000TL-JP-30 9311
STP 50-40 9338
STP 50-US-40 9339
STP 50-JP-40 9340
Sunny Island
SI3.0M-11 9278
SI4.4M-11 9279
SI6.0H-11 9223
SI8.0H-11 9224
SI4.4M-12 9332
SI6.0H-12 9333
SI8.0H-12 9334
3. Solltest du weitere Informationen benötigen, klicke bitte auf einen einzelnen Tab

Dort findest du die entsprechenden Details zu den unterstützenden Gerätetypen und zur Firmware.

Modbus_Details5

Habt ihr weitere Anregungen zur Modbus-Schnittstelle? Schreibt sie gerne in die Kommentare.

Weitere Infos zu Modbus erhaltet ihr auch auf unserer Entwicklerseite SMA Developer.

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